Sieht vielleicht nett aus und ist plausibler als, wenn das Teil innen ist, aber aus spielmechanischer Sicht finde ich die Entwicklung nicht gut. Dass zwei Belagerungspanzer in ein Dropship passen, hat auch nie jemanden gestört - realistisch ist das nicht, oder?Nein und ja er hängt drausen für den Gegener sichtbar dran.
Find ich persönlich ziemlich lustig.![]()
Ich möchte raten müssen, was in dem Schiff ist. Wenn ich gute Aufklärung betrieben habe, dann möchte ich davon profitieren. Wenn aber angezeigt wird, dass es sich um einen Thor handelt, ist dieser Teil des Interpretierens der gegnerischen Aktivitäten (zumindest in diesem einen Fall, hoffen wir, dass es dabei bleibt) weniger ausgeprägt. Und überhaupt, warum muss ich gewarnt werden? Ist der Thor so übertrieben mächtig?
Wir kennen die Antwort: ja. Zu viel Schaden, zu viele HP, zu billig, zu mobil, kurz: Allrounder. Und hier vermisse ich wieder ein wenig die Vultures. Ein guter Spieler konnte sehr früh über Vultures und Minen verfügen. Damit ließen sich Berserker, Dragoner, Zerglinge, begrenzt Hydralisken und in Extremfällen auch Mutalisken (Minen neben den Eiern platzieren) kontern. Außerdem ist die Einheit mit Speedupgrade (ebenfalls sehr preiswert) höchst mobil und perfekt für Aufklärung und Harassment. Wenn man einen Starport hat, dann kann man auch schnell mal 4 solche Einheiten hinter den Mineralien droppen, wenn der Gegner an Abwehr in der Main gespart hat, was sogar auf A+ Level noch oft genug vorkommt.
Die Einheit kann man gewissermaßen in jedem Spiel gebrauchen. Im 1on1 hat sie meist keine Chance, aber sie hat ganz andere Stärken und kann präventiv gebraucht werden, so dass eine Einheit, gegen die man mit Vultures keine Chance hat, gar nicht großartig im Spiel etabliert werden kann. Man kann sie durch die geringen Kosten auch sehr schön parallel zu anderen Techs benutzen oder als Ablenkung.
Allerdings erfordert das ALLES ein gutes Mikromanagement. Wer keine Minen gut ablegt, sondern nur irgendwo, kann den Gegner nicht containen und eine Basis sichern. Er kann keine Dragoner bezwingen, kann morphende Mutas nicht töten (ok, ist eh eine Seltenheit), kann keine Ultras schwächen, bevor es zum Kampf kommt und so weiter.
Der Thor funktioniert zwar ganz anders als der Adler, aber ist momentan ebenfalls ein Allrounder. Leider braucht man aber kein Mikro dafür! Man baut ihn und er macht gegen manche Sachen viel Schaden, gegen andere weniger viel Schaden. Von der Fähigkeit des Spielers hängt der Nutzen nicht mehr so stark ab. Außerdem verdrängt er im Moment etwas den Panzer und schien im letzten Battlereport die Armeen des Terraners zu dominieren. Was auch an seiner voluminösen Gestalt liegt.
Das sind alles Gründe, warum ich den Thor GAR NICHT mag und wünsche, dass er im Rahmen der Beta das Spiel verlässt. Zweifellos, ist das hochgradig unwahrscheinlich, zu lange schon, ist er bekannt; zu früh ist er der Öffentlichkeit präsentiert worden.
Klar, Tom P. (13), aus München, findet einen Riesenroboter, der alles plättet "voll cool", wie Tom unserem Kamerateam verriet. Aber Tom P. ist ein Bob, weil er kein Gefühl für die GEWALTIGE FEINHEIT von Starcraft hat. Arbeiter an die Mineralien schicken ist langweilig und Gebäude einzeln auswählen ist lästig. Außerdem ist es so schwer, seine High Templars so zu steuern, dass man schnell viele Stürme gut platzieren kann. Dadurch baut der Arme viele Templer umsonst.
Das macht Blizzard traurig. Damit Tom nicht weint (und damit Blizzard das Geld von Toms Eltern bekommt) machen sie das Spiel casualfreundlich. Und widersprechen ihrem Firmenmotto: "Easy to learn, hard to master".
Ok, das Spiel ist noch in der Alphaphase und man wird wohl über die Jahre Dinge entdecken, die Pros von Anfängern unterscheiden. Ich will auch Tom P. (13), aus München, nicht beleidigen und ihn als Noob beschimpfen. Aber er ist ein Anfänger! Er ist logischerweise von einem komplexen Spiel mit so vielen Feinheiten total überfordert. Wenn er etwas besser wird, dann lernt er nach und nach zu schätzen, dass es so schwer ist. Denn es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass man all solche Kleinigkeiten gemeistert hat.
Anfangs dachte ich auch, dass es suckt, wenn das Spiel unfassbar schwer ist. Alle Leute, die sich beschweren, dass SC2 zu leicht wird, konnte ich nicht verstehen. Mittlerweile gehöre ich zu den Vertretern dieser Meinung. Ich liebe die BW-e-Sport-Szene und genieße es, zu sehen, wie Luxury im MSL Semifinale mit 3 Zerglingen mit Speedupgrade einen Feuerfresser tötet, ohne einen einzigen Zergling zu verlieren. Wenn das in SC2 automatisch passieren würde, dann könnte das jeder und es gibt sozusagen nicht mehr so viel zu erreichen.
Indem Blizzard so verfährt, wie sie es mit dem Thor z.Z. tun, machen sie das Spiel attraktiver für Anfänger, aber nehmen ihm langfristig den Wind aus den Segeln.
Ich weiß, dass ich die Lage mal wieder überspitzt betrachte, aber so denke ich nun einmal - darum sehe ich, diese Formulierung ist etwas übertrieben, in Einheiten wie dem Thor eine Gefahr für den Erfolg des Spiels (und damit auch für meinen Spaß).
@ S.Crispy:
Das ist vielleicht die Deine Interpretation, aber ich glaube Du hast das wohl etwas zu empfindlich aufgenommen. Ich habe den Teil zugegebenermaßen nicht sehr diplomatisch formuliert und durch Übertreibung anschaulich gemacht. Trotzdem glaube ich, nachdem ich den Eintrag noch ein Mal gelesen habe, dass ich damit deutlich gemacht habe, was ich meine. Das sollte schließlich die Priorität eines Postings sein, oder?Das Beispiel mit dem Crackling auf T1 ist aber etwas was man einem ungebildeten an den Kopf wirft.
Ich denke, ich bin hier nicht als der größte Troll bekannt und vermute, dass Du Dir wohl denken kannst, dass ich nicht beleidigen möchte. Damit mich keiner banned, weil ich es nicht gesagt habe: Kannst Du mir das vielleicht noch einmal verzeihen!?
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