Filme/Kino: Tipps und Kritik
Verfasst: 25.11.2009, 01:23
Ich finde es wird mal Zeit für einen (Kino-)Film Thread.
Damit hier nicht das Chaos ausbricht möchte ich zunächst Regeln aufstellen:
- Wenn ihr eine neue Kritik reinstellt bitte nur einen Film am Tag. Postet nicht alle eure Lieblingsfilme auf einmal, sonst wirds wahrscheinlich schnell voll. Das heißt natürlich nicht, dass man nur einen Post pro Tag machen soll, denn Diskussionen sind ja heiß erwünscht.
- Schreibt mehr als nur 3 Wörter. Mit Beiträgen wie "Den Film XYZ finde ich voll geil" kann niemand etwas anfangen. Jeder hat einen eigenen Filmgeschmack, also sagt den Leuten ungefähr was sie erwartet.
- Bleibt möglichst spoiler frei. Die Leute wollen sich vielleicht informieren bevor sie den Film sehen.
Und nun zu dem traurigen Anlass für diesen Thread:
2012
Der Vollständigkeit zuliebe: Wiki
Genre: Katastrophenfilm
Land: USA
Jahr: 2009
Regie: Roland Emmerich
Story: Inhaltlich ok, allerdings grauenhaft umgesetzt. Mal von einigen logischen Brüchen und sachlich falschen Darstellungen auch unnötig in die Länge gezogen.
Dramaturgie: Furchtbar. Jede Atmosphere wird durch teilweise unfreiwillig komische Einlagen zerstört. Das Publikum musste oft lachen, wodurch man garnicht in der richtigen Stimmung für die unglaublichen Zerstörungswellen war. Auch die gefühlsbetonten stellen konnten aus dem kunterbunten Mosaik aus verschiedenen Stimmungen nicht hervorstechen so dass alles zu einem braunen Einheitsbrei wurde. Keine der Szenen konnte wirklich auf mich einwirken und mich bewegen. (Soll heißen: Die Aktion war nicht beeindruckend, die Dramatik nicht traurig etc)
Außerdem hat der Film sich selbst oft wiederholt. Obwohl ich den Quasi-Vorgänger "The Day After Tomorrow" nicht gesehen habe, wusste ich schnell wo der Hase langläuft und was als nächstes passieren würde. Spannung sieht anders aus.
Im Laufe der Handlung werden einige Standard-Schemas abgegraßt, die nicht überraschen können und dabei einige recht stumpfe, Hollywood-taugliche Moral durchscheinen lassen. Nur ein Beispiel von vielen ist dabei der zwar nicht Indipendece-Day-Reife aber dennoch betrachtliche Patriotismus.
Charaktere: Mein Lieblingscharakter aus dem Film ist ein Hund. Er war der einzig glaubwürdige Charakter und auch der einzige ohne einen schlechten Dialog. Die Charaktere waren durchweg überzeichnet und konnten ihre Einfältigkeit nurnoch an Klischee-Bedienung übertreffen. Einige male saß ich in meinem Sessel und habe mich fremdgeschämt für die unglaubwürdigen Dialoge.
Musik: Ebenso unnötig schrill und einfältig wie die Charaktere. Viel zu aufdringlich und aufgesetzt. Außerdem fehlt ein Titelthema.
Effekte: Das große Plus des Films. Die Effekte waren sehr beeindruckend. Eine schöne Studie darüber, was heutzutage mit Rechnern so möglich ist. Es wurde auch nicht gerade an Action gespart. Hier kommt man voll auf seine Kosten.
Schauspieler: Dazu kann ich aufgrund der anderen Kritikpunkte nicht viel sagen. Auch der beste Schauspieler hätte das Ruder nicht rumreißen können. Allerdings wirken sie größtenteils passend besetzt und haben auch ganz anständig gespielt, soweit es das Drehbuch zuließ. Allerdings habe ich auch schon bessere Schauspielleistungen gesehen.
Fazit: Der Film ist nur etwas für Action-Fans, die über alles andere hinweg sehen können.
Anmerkung:
Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung. Wenn jemand anderes total begeistert ist kann er das gerne schreiben, schließlich können viele Meinungen ja das beste Gesamtbild abgeben.
Damit hier nicht das Chaos ausbricht möchte ich zunächst Regeln aufstellen:
- Wenn ihr eine neue Kritik reinstellt bitte nur einen Film am Tag. Postet nicht alle eure Lieblingsfilme auf einmal, sonst wirds wahrscheinlich schnell voll. Das heißt natürlich nicht, dass man nur einen Post pro Tag machen soll, denn Diskussionen sind ja heiß erwünscht.
- Schreibt mehr als nur 3 Wörter. Mit Beiträgen wie "Den Film XYZ finde ich voll geil" kann niemand etwas anfangen. Jeder hat einen eigenen Filmgeschmack, also sagt den Leuten ungefähr was sie erwartet.
- Bleibt möglichst spoiler frei. Die Leute wollen sich vielleicht informieren bevor sie den Film sehen.
Und nun zu dem traurigen Anlass für diesen Thread:
2012
Der Vollständigkeit zuliebe: Wiki
Genre: Katastrophenfilm
Land: USA
Jahr: 2009
Regie: Roland Emmerich
Story: Inhaltlich ok, allerdings grauenhaft umgesetzt. Mal von einigen logischen Brüchen und sachlich falschen Darstellungen auch unnötig in die Länge gezogen.
Dramaturgie: Furchtbar. Jede Atmosphere wird durch teilweise unfreiwillig komische Einlagen zerstört. Das Publikum musste oft lachen, wodurch man garnicht in der richtigen Stimmung für die unglaublichen Zerstörungswellen war. Auch die gefühlsbetonten stellen konnten aus dem kunterbunten Mosaik aus verschiedenen Stimmungen nicht hervorstechen so dass alles zu einem braunen Einheitsbrei wurde. Keine der Szenen konnte wirklich auf mich einwirken und mich bewegen. (Soll heißen: Die Aktion war nicht beeindruckend, die Dramatik nicht traurig etc)
Außerdem hat der Film sich selbst oft wiederholt. Obwohl ich den Quasi-Vorgänger "The Day After Tomorrow" nicht gesehen habe, wusste ich schnell wo der Hase langläuft und was als nächstes passieren würde. Spannung sieht anders aus.
Im Laufe der Handlung werden einige Standard-Schemas abgegraßt, die nicht überraschen können und dabei einige recht stumpfe, Hollywood-taugliche Moral durchscheinen lassen. Nur ein Beispiel von vielen ist dabei der zwar nicht Indipendece-Day-Reife aber dennoch betrachtliche Patriotismus.
Charaktere: Mein Lieblingscharakter aus dem Film ist ein Hund. Er war der einzig glaubwürdige Charakter und auch der einzige ohne einen schlechten Dialog. Die Charaktere waren durchweg überzeichnet und konnten ihre Einfältigkeit nurnoch an Klischee-Bedienung übertreffen. Einige male saß ich in meinem Sessel und habe mich fremdgeschämt für die unglaubwürdigen Dialoge.
Musik: Ebenso unnötig schrill und einfältig wie die Charaktere. Viel zu aufdringlich und aufgesetzt. Außerdem fehlt ein Titelthema.
Effekte: Das große Plus des Films. Die Effekte waren sehr beeindruckend. Eine schöne Studie darüber, was heutzutage mit Rechnern so möglich ist. Es wurde auch nicht gerade an Action gespart. Hier kommt man voll auf seine Kosten.
Schauspieler: Dazu kann ich aufgrund der anderen Kritikpunkte nicht viel sagen. Auch der beste Schauspieler hätte das Ruder nicht rumreißen können. Allerdings wirken sie größtenteils passend besetzt und haben auch ganz anständig gespielt, soweit es das Drehbuch zuließ. Allerdings habe ich auch schon bessere Schauspielleistungen gesehen.
Fazit: Der Film ist nur etwas für Action-Fans, die über alles andere hinweg sehen können.
Anmerkung:
Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung. Wenn jemand anderes total begeistert ist kann er das gerne schreiben, schließlich können viele Meinungen ja das beste Gesamtbild abgeben.

