Zerg erheblich schwieriger zu spielen?

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plizer
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Zerg erheblich schwieriger zu spielen?

Beitrag von plizer » 23.09.2010, 22:25

Ich bin direkt mit Protoss gestartet und obwohl ich Chronoboost erst nicht kannte und vieles andere auch nicht und ich direkt mit der Ladder angefangen bin, war ich schnell in Diamond (bis zu Platz 3). Nun versuche ich es mit Zerg und ich muss sagen -> kein Vergleich zu Protoss. Protoss sind soviel einfacher zu handeln... Ständig muss man schauen, dass man genug Larven hat (Queen). Es werden mehr Hotkeys benötigt (z.B. jede Queen an der Hatch). Gleiche Einheitentypen kommen aus verschiedenen Richtungen (mit mehreren Basen) und müssen zusammengebracht werden. Protoss kann bei Warpgate Einheiten recht frei entscheiden wo diese hinkommen sollen.

Die Waypoints werden auch nicht einfacher. Je nachdem, welche Einheit erzeugt wird, möchte man diese an einer anderen Stelle haben, d.h. ständig umstellen der Waypoints. Aber das größte Problem ist bisher: Ich kann bisher die Mineralien nie ausgeben, da nicht genug Larven vorhanden sind. Dieses Problem hat man als Protoss schonmal grundsätzlich nicht. Da muss ich wohl noch mehr Larven spammen...

Bei Pross hängt man mal, wenn man einen Pylonen vergisst. Dieser ist allerdings schnell gebaut. Schneller als ein Overlord, d.h. größere Verzögerung. Queen mal ne Minute nicht bedienen -> keine Larven mehr. Und da man als Zerg meist eine Base mehr haben sollte, wirds dadurch auch nicht einfacher...

Hab jetzt schon einige Zerg-Spiele gemacht, aber ich bin noch lange nicht so weit mit Zerg wie damals mit Protoss und da kannte ich noch wesentlich weniger vom Spiel. Insgesamt würde ich sagen, dass Zerg auf jeden Fall mehr Multitask-Fähigkeiten benötigt, wenn man mit beiden Rassen auf einem Niveau spielen will.

Wer ist von euch von Protoss auf Zerg umgestiegen oder von Zerg zu Protoss? Wie habt Ihr den Umstieg wahrgenommen?
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A-Knopf
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Re: Zerg erheblich schwieriger zu spielen?

Beitrag von A-Knopf » 23.09.2010, 22:48

Die Probleme, die du beschreibst, haben viele Leute, die anfangen Zerg zu spielen. Deshalb gelten Zerg auch nicht als besonders anfängerfreundlich. Sie spielen schon deutlich anders als Terraner oder Protoss. Allerdings würde ich sagen, dass wenn man einen bestimmten Skill erreicht hat, dass Zerg auch nicht schwerer zu spielen sind, als die anderen Rassen. Die Umgewöhnung kann natürlich etwas dauern, besonders wenn man Broodwar nicht gespielt hat.

Für mich persönlich ist das Protoss-Makro das einfachste, danach kommen Zerg und mit Terranern tue ich mich am schwersten. (Wie gesagt, wenn es ums Makro geht)


Wieviele Spiele sind denn "einige" Spiele für dich?


Fazit: Subjektiv kann es gut sein, dass Zerg schwieriger sind. Für Anfänger stimmt es wahrscheinlich auch. Objektiv betrachtet sind Zerg wahrscheinlich nicht schwieriger.
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Re: Zerg erheblich schwieriger zu spielen?

Beitrag von Pok1990 » 24.09.2010, 01:17

sagen wir es doch anders: die Toss haben es leichter...

Terraner haben auch gewisse Probleme--> einheiten müssenf rühzeitigg ebaut werden und kommen halt da raus wo die gebäude stehen ...

ich würde mal sagen: zerg sind ANDERS ...

mehr nicht wer sich dran gewöhnt hat der kannd amit auch gut umgehen..

ich machs Bei zerg immer so: alle hatches auf die 1 Legen so kann ich immer alle larven anwählen die ich grade habe ^^

außerdem kann ich für alle hatches sammelpunkte legen sodasss alle Kampfeinheiten die Spawnen sofort gesammelt werden ^^

Probieres mal aus ^^
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Casualties
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Re: Zerg erheblich schwieriger zu spielen?

Beitrag von Casualties » 24.09.2010, 06:21

Pok1990 hat geschrieben:
ich machs Bei zerg immer so: alle hatches auf die 1 Legen so kann ich immer alle larven anwählen die ich grade habe ^^

blöde frage aber wie geht das? mit STRG + Klick visiert es mir immer nur eine Hatch an... :(

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Re: Zerg erheblich schwieriger zu spielen?

Beitrag von SoldatERM » 24.09.2010, 06:50

Mit der Umschalttaste.

Eine Hatch anwählen -> Umschalttaste gedrückt halten und die nächste anwählen. Und dann von allen den Wegpunkt irgendwohin setzen. Oder am besten gleich auf die Einheiten setzen.

Wenn es gut läuft als Zerg kann man seine ganze Armee verlieren und innerhalb von 30 Sek sie komplett ersetzen. Aber ich muss den ersten Post recht geben. Ich finde Terra am einfachsten für den Einstieg -> dann kommt Protoss -> und dann Zerg

Aber das ist auch Geschmackssache
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Re: Zerg erheblich schwieriger zu spielen?

Beitrag von Xyonon » 24.09.2010, 06:55

Ctrl + Klick = "alle Einheiten auf dem Screen vom angeklickten Typ anwählen"
Shift + Klick = "angeklickte Einheit zur momentanen Gruppe hinzufügen"
Ctrl + Shift + Klick = "alle Einheiten auf dem Screen vom angeklickten Typ zur momentanen Gruppe hinzufügen"

:)


EDIT: Dass die Terraner am "Einfachsten" sind, denke ich liegt daran, dass Terraner so bauen wie der Standart der Strategiespiele: Age of Empires, War Wind, Empire Earth, usw. Gewohnheitssache.

Nichts desto trotz bin ich überzeugt davon, dass Zerg an viel mehr denken muss. MULEs oder Chrono Boost können gespammt werden wenn angehäuft. Larven ja nicht. Den Creep zu verteilen muss man auch können, ohne Micro kacken fast alle Zerg Einheiten gegen Tanks und Kolossi ab und so weiter.

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Re: Zerg erheblich schwieriger zu spielen?

Beitrag von minaton » 24.09.2010, 07:28

Ich bin vom Terraner zu Protoss umgestiegen.Dann bin ich von Protoss zu Zerg umgestiegen und werde Definitiv auch bei Zerg bleiben.Für mich ist das die Schwerste Rasse und meine Meinung ist,wenn man das alles in die Reihe bekommt,wirst du einer der besten werden.Schau dir Replays an.Gehe ins Forum und lerne.Klar das man zu Anfang,ich auch,ankotzt aber ich sage immer,es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.Meine Devise ,lernen und nichts als lernen.Bin in der Bronzeliga unter den ersten 10.War auch schon mal Rank 2 aber nach der Umstellung zu Zerg muss man halt federn lassen.Was mich Anödet sind die Hotkeys.Damit komme ich noch nicht so richtig klar.Aber mit der Zeit wird das auch kein Problem mehr sein.

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Re: Zerg erheblich schwieriger zu spielen?

Beitrag von BrotherDjango » 24.09.2010, 08:32

Mir persönlich fällt die Umstellung von Zerg auf andere Rassen viel schwerer, wenn Ich mal Terraner oder Protoss als Zufall in einem 4v4 Ranking Game bekommen sollte.

Da haben die Hauptgebäude nur ein Punkt und weil die Arbeiter nacheinander gebaut werden, kann Ich da jetzt nicht sagen dass 3 zum Gas gehen und die restlichen beiden Mineralien sammeln. Wenn Ich da einmal einen Wegepunkt lege, gehen dort auch alle anderen Arbeiter hin wo gebaut werden.

Aber als Zerg muss man schon auf so viele Dinge gleichzeitig achten. Overlords, Einheiten, Gruppierungen, Larven etc. Da du immer ne Larve opferst wenn du Gebäude baust, musst du auch noch weitere Drohnen pumpen und dabei auch das Verhältnis zwischen Overlords und Einheiten gut abgestimmt haben. Wenn aber mal alles läuft, kannst du deinen Gegner mit einer riesigen Armee zerstören. Und für Upgrades brauchst ja auch zusätzlich noch ne gute Wirtschaft.

Terraner sind vielleicht nicht schlecht, aber Ich HASSE es gegen Terraner zu spielen wo gut sind. Da gibt es so viele Upgrades und Fähigkeiten, wo man erst überlegen muss welche man überhaupt braucht und welche nicht.

Und bei Protoss dauert mir am Anfang alles zu lange, besonders wenn man es nicht gewohnt ist. Man hat zwar starke, dafür aber auch langsame und teure Einheiten. Die Pylons verschaffen Ihnen einen Vor als auch Nachteil.

In Beta kam Ich mit der Steuerung der Zerg überhaupt nicht klar, weil da ein Wegepunkt von Brutstätte für Arbeiter und andere für Kampfeinheiten gilt und man sich auch die ganze Mechanik erst gewöhnen muss.
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Re: Zerg erheblich schwieriger zu spielen?

Beitrag von .Keule. » 24.09.2010, 09:41

Ich für meinen Teil hab schon immer Zerg gespielt. Aber die Situation jetzt in SC2 mit der neuen Königin verlangt danach, an viele Punkte nicht nur gleichzeitig zu denken, sondern auch zu erledigen. Das ist sehr stressig, aber ohne Fleiss kein Preis.
Der größte bin ich sicherlich nicht gerade (ich bin auch nicht mehr der jüngste :roll: ), aber als ich mal Random ausprobiert hab, bin ich glatt mal ne Liga höher gelandet.
Ich würde jetzt auch nicht sagen daß Zerg schwieriger ist, aber es ist sicherlich stressiger und ne gute Übung fürs Micro/Multitasking.
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Re: Zerg erheblich schwieriger zu spielen?

Beitrag von RorschachBlot » 24.09.2010, 10:13

Ich habe in der BETA Random gespielt und bin dann zu ZERG gewechselt...also ab Release. Ich bin in der Goldiga in meiner Division unter den ersten zwanzig (ändert sich jeden Tag rauf und runter).

Am Anfang habe ich mir sehr schwergetan. Ich gab allem und jedem die Schuld: Blizzard, Imbalances usw.

Seit kurzem konzentriere ich mich nur noch aufs Makro. Keine komplizierten Strategien, keine komplizierte Einheitenwahl - ich versuch es einfach zu halten und versuche jedes Spiel wie verrückt Dronen zu pumpen. Das finde ich ist auch die Stärke der Zerg: Dieses Entscheiden, was machst du, Dronen oder Kampfeinheiten pumpen, ist am Anfang nervig aber dann ist es sonderbar beruhigend. Zerg ist die Macro Rasse schlechthin. In einem gewissen Sinne ist Zerg geradezu darauf getrimmt. Probleme bekommst du mit Zerg nur wenn du versuchst sie als Micro Rasse zu spielen.


Gestern habe ich bei Steppes of War in einem Spiel früh expandiert und Drohnen gepumpt wie verrückt. Wurde von Phoenixen genervt die meine Drohnen töteten, meine Overlords vom HImmel holten. Geriet nicht in Panik sondern techte auf Lair und pumpte Drohnen und expandierte und ging langsam auf Hydras. Ich nutzte Nyus Wurm und habe ihn von innen mit Armeen von Hydras geflutet. Du kannst nicht gegen 40+ Hydras und Roaches microen..




Am Ende sah ich bei der Auflistung, dass ich 90 Drohnen gemacht habe, mein Protoss Gegner nur 30 Proben.

So spielt man Zerg. Nuff Said.

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Re: Zerg erheblich schwieriger zu spielen?

Beitrag von SoldatERM » 24.09.2010, 11:01

Ich seh aber auch des öftern genau das Gegenteil. Spieler die die Zerg perfekt als Micro Rasse beherrschen. Quasi fast immer die Mapkontrolle dadruch haben und mit Speedlingen alles stören und/oder Rushen. Wenn man sich die Spieler dann anschaut haben die nie mher suplay von 60 und nie T3 Einheiten. Sau hard eigentlich aber die Spielen in Diamantligen.
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Re: Zerg erheblich schwieriger zu spielen?

Beitrag von Casualties » 24.09.2010, 11:16

SoldatERM hat geschrieben:Ich seh aber auch des öftern genau das Gegenteil. Spieler die die Zerg perfekt als Micro Rasse beherrschen. Quasi fast immer die Mapkontrolle dadruch haben und mit Speedlingen alles stören und/oder Rushen. Wenn man sich die Spieler dann anschaut haben die nie mher suplay von 60 und nie T3 Einheiten. Sau hard eigentlich aber die Spielen in Diamantligen.

Weil die auf Speed spielen. Brutlord is sau lahm und Ultralisk is auch nicht der schnellste off creep eig Einheiten die Situationsbedingt nur zugebrauchen sind. Wenn du Mapcontroll hast hast eig ehh schon fast gewonnen außer du vernachlässigst das scouten. Speedlinge sind find ich eine der geilsten einheiten vom Zerg mit dem T3 buff sind sie nicht zu unterschätzen. Nen Mechbuild oder Blink-Stalker is da schnell weg, was zurzeit soweit ich das mitbekommen hab die meisten spielen...

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Re: Zerg erheblich schwieriger zu spielen?

Beitrag von SoldatERM » 24.09.2010, 11:44

ICh mein das ja nicht negativ, die spielen das so sehr gut. Wenn man nur Terraner spielt ist es sehr schwer sich das vorzustellen mit so wenig Einheiten zu gewinnen. Aber als Zerg sind die paar wenigen einheiten auch verdammt schnell wieder da.

Also müsste Zerg sowohl als Micro und MAcro gut Spielbar sein??
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Re: Zerg erheblich schwieriger zu spielen?

Beitrag von TheEvilEike » 24.09.2010, 12:38

Ich glaube ja, da es immer sehr nervig ist (vorallem als noob) die einheiten vom hauptgebäude aus zu spawnen.
eine lösung für zuwenige larven wäre, 3 oder so hatches einfach zu bauen und die nur zum spawnen benutzen, sehr hilfreich
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Re: Zerg erheblich schwieriger zu spielen?

Beitrag von RorschachBlot » 24.09.2010, 12:48

SoldatERM hat geschrieben: Also müsste Zerg sowohl als Micro und MAcro gut Spielbar sein??
Im zweifel bei Zerg immer Macro. Ich kann mir nicht helfen: Mir scheint dass Micro Zerg nur dadurch zustande kommen, dass der Gegner das irgendwie zulässt.

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