Ich habe den Artikel noch nicht gelesen (werde ich gleich nachholen), aber ich muss schon der Grundthese widersprechen. Ich finde Warcraft 3 ist
viel Medienwirksamer als Starcraft, und das nicht nur wegen der Grafik.
In Warcraft 3 ist ein Spiel eine einzige endlose Schlacht. Jede Sekunde, die deine Einheiten nicht kämpfen ist eine verschwendete Sekunde, die Jagdt nach Creeps, Items, Creepjacks, Exen dauert immer an, und wer langsamer ist verliert. Auch wenn creepen sicher nicht sooo spannend ist wenn man es schon tausend mal gesehen hat, es ist doch immer Action auf dem Spielfeld und es gibt immer etwas zu sehen.
In Starcraft sieht man leider die meiste Zeit über garnichts. Man sieht ja nicht, wie die Spieler klicken müssen um ihre Armeen aufzubauen. Man sieht einfach nur alle 20 Sekunden Einheiten aus den Produktionsstätten aufpoppen, das ist aber nicht so spannend. Versteht mich nicht falsch, Starcraft ist ein sehr spannendes Spiel, aber man muss selbst erfahren haben wie schwer es ist solche Armeen in so kurzer Zeit aufzubauen um von der Leistung der Progamer begeistert sein zu können.
Und dann sind da noch die Schlachten. In Warcraft 3 kann eine Schlacht richtig lange dauern, selbst wenn man Türme beim Gegner in der Basis baut, in Starcraft sind Schlachten meistens sehr schnell vorbei.
Warcraft 3 ist langsamer als Starcraft, keine Frage, aber genau deswegen kann man ihm leichter folgen und dadurch, dass man gewzungen ist die ganze Zeit zu kämpfen ist Warcraft "spektakulärer" als Starcraft.
So, und jetzt lese ich den Artikel.
Edit: Ok, der Artikel ist ja echt mal kurz, aber trotzdem sehr lesenswert (oder gerade deswegen?

)
Nunja, das ist natürlich aus einer sehr persönlichen Schrift geschrieben, deswegen kann ich schlecht dagegen argumentieren, außer mit dem, was ich schon geschrieben habe. Aber eine Sache habe ich dennoch:
Er sagt, dass Starcraft für außenstehende leichter zu verstehen ist, weil man die Logik hinter manchen Aktionen in Warcraft 3 als Außenstehender einfach nicht erkennt, wärend es in Starcraft klarer strukturiert ist. Und da hat er Recht.
Aber ich denke die primäre Zielgruppe eines eSports-Titel sind die "Gelegenheitsspieler", die es eben nicht nur einmal eine Woche gespielt haben, sondern das Spiel vielleicht 1-2 mal in der Woche am Feierabend spielen. Und die verstehen sehrwohl was da vor sicht geht.
Es geht dem Zuschauer ja nicht um das Verstehen, sondern um Begeisterung.
Ich verstehe Fußball, aber ich finde es trotzdem langweilig. Für Außenstehende sieht Fußball auch verrückt aus: 22 Leute treten einen Ball über den Platz. Wärend Poker vielleicht schwerer zu verstehen ist, aber dafür die Leute packt wenn sie es verstanden haben. (Ok, das ist ein schlechtes Beispiel weil ich sowohl Poker als auch Fußball im Fernsehen langweilig finde)
Um es auf den Punkt zu bringen: Als Außenstehender kann man Starcraft leichter verstehen. Aber um sich dafür begeistern zu können muss man sowohl Starcraft als auch Warcraft gespielt haben. Und mal ganz ehrlich, für Leute die sich etwas besser mit Starcraft auskennen ist das Hauptargument ja auch nicht "ich sehe dass jemand verliert" sondern die Leute interessieren sich ja auch für die Finessen und das, was "hinter den Kulissen" passiert, genau wie bei WC3.