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Transparency, or why StarCraft owns Warcraft 3

Verfasst: 15.04.2008, 18:31
von GarfieldKlon
Halli Hallo

Habe nach der Suche nach News einen netten Artikel gefunden der bestimmt für viel Diskussionsstoff bietet.

Die Frage nämlich gilt, warum Starcraft wohl Spektakulärer ist als Warcraft3.
Da dieser Artikel auf Englisch ist, habe ich dementsprechend auch den Titel mal direkt übernommen und nun viel Spass beim lesen:
http://www.sk-gaming.com/content/16654- ... Warcraft_3


Ich bin jedenfalls schonmal gespannt ob ihr der Sache einfach so zustimmt, oder gerne widersprechen möchtet.

Verfasst: 15.04.2008, 18:41
von chrisolo
Netter Artikel.

Ich kann diesem Schreiberling nur zustimmen... ich kann nichts aber auch GAR nichts erkennen in einem WC3 Spiel, obwohl ich WC3 auch schon paar Mal gespielt habe und einigermaßen logisch denken kann. Es ist schade, denn ich denke WC3 ist ein tolles Spiel und ich würde sicher auch mehr WC3 Replays anschauen wollen, wenn ich was erkennen könnte.

Nichtsdestotrotz gilt immer noch und wird immer gelten SC > WC3, wobei man noch hinzu fügen müsste: SC > WC3 > WC2 > alle anderen RTS, sprich Blizzard ist einfach ein RTS-Gott ;)

MfG

Verfasst: 15.04.2008, 19:32
von SC-Master
jo, SC ist einfach besser als WC3, ich hab alle Blizzard spiele gespielt( sogar die Lost Vikings^^), aber SC ist und bleibt cult.

Verfasst: 15.04.2008, 19:44
von A-Knopf
Ich habe den Artikel noch nicht gelesen (werde ich gleich nachholen), aber ich muss schon der Grundthese widersprechen. Ich finde Warcraft 3 ist viel Medienwirksamer als Starcraft, und das nicht nur wegen der Grafik.

In Warcraft 3 ist ein Spiel eine einzige endlose Schlacht. Jede Sekunde, die deine Einheiten nicht kämpfen ist eine verschwendete Sekunde, die Jagdt nach Creeps, Items, Creepjacks, Exen dauert immer an, und wer langsamer ist verliert. Auch wenn creepen sicher nicht sooo spannend ist wenn man es schon tausend mal gesehen hat, es ist doch immer Action auf dem Spielfeld und es gibt immer etwas zu sehen.

In Starcraft sieht man leider die meiste Zeit über garnichts. Man sieht ja nicht, wie die Spieler klicken müssen um ihre Armeen aufzubauen. Man sieht einfach nur alle 20 Sekunden Einheiten aus den Produktionsstätten aufpoppen, das ist aber nicht so spannend. Versteht mich nicht falsch, Starcraft ist ein sehr spannendes Spiel, aber man muss selbst erfahren haben wie schwer es ist solche Armeen in so kurzer Zeit aufzubauen um von der Leistung der Progamer begeistert sein zu können.

Und dann sind da noch die Schlachten. In Warcraft 3 kann eine Schlacht richtig lange dauern, selbst wenn man Türme beim Gegner in der Basis baut, in Starcraft sind Schlachten meistens sehr schnell vorbei.

Warcraft 3 ist langsamer als Starcraft, keine Frage, aber genau deswegen kann man ihm leichter folgen und dadurch, dass man gewzungen ist die ganze Zeit zu kämpfen ist Warcraft "spektakulärer" als Starcraft.

So, und jetzt lese ich den Artikel. :P


Edit: Ok, der Artikel ist ja echt mal kurz, aber trotzdem sehr lesenswert (oder gerade deswegen? ;))

Nunja, das ist natürlich aus einer sehr persönlichen Schrift geschrieben, deswegen kann ich schlecht dagegen argumentieren, außer mit dem, was ich schon geschrieben habe. Aber eine Sache habe ich dennoch:
Er sagt, dass Starcraft für außenstehende leichter zu verstehen ist, weil man die Logik hinter manchen Aktionen in Warcraft 3 als Außenstehender einfach nicht erkennt, wärend es in Starcraft klarer strukturiert ist. Und da hat er Recht.
Aber ich denke die primäre Zielgruppe eines eSports-Titel sind die "Gelegenheitsspieler", die es eben nicht nur einmal eine Woche gespielt haben, sondern das Spiel vielleicht 1-2 mal in der Woche am Feierabend spielen. Und die verstehen sehrwohl was da vor sicht geht.
Es geht dem Zuschauer ja nicht um das Verstehen, sondern um Begeisterung.
Ich verstehe Fußball, aber ich finde es trotzdem langweilig. Für Außenstehende sieht Fußball auch verrückt aus: 22 Leute treten einen Ball über den Platz. Wärend Poker vielleicht schwerer zu verstehen ist, aber dafür die Leute packt wenn sie es verstanden haben. (Ok, das ist ein schlechtes Beispiel weil ich sowohl Poker als auch Fußball im Fernsehen langweilig finde)

Um es auf den Punkt zu bringen: Als Außenstehender kann man Starcraft leichter verstehen. Aber um sich dafür begeistern zu können muss man sowohl Starcraft als auch Warcraft gespielt haben. Und mal ganz ehrlich, für Leute die sich etwas besser mit Starcraft auskennen ist das Hauptargument ja auch nicht "ich sehe dass jemand verliert" sondern die Leute interessieren sich ja auch für die Finessen und das, was "hinter den Kulissen" passiert, genau wie bei WC3.

Verfasst: 15.04.2008, 21:37
von DavionX
ich habe dazu soviel zu sagen:
erm, ...
anderen beim spielen zuzuschauen finde ich immer langweilig. aus den eigenen fehlern lernt man entschieden leichter als aus den fehlern anderer.
ich kenne WC 3 nur vom hörensagen, daher habe ich offengestanden keinen blassen dunst um was es gerade eigentlich geht.
aber wie gesagt, wenn man die möglichkeit dazu hat sollte man immer selber zocken anstatt zuzuschauen.

Verfasst: 15.04.2008, 22:17
von MasterCaster
A-Knopf hat geschrieben: Um es auf den Punkt zu bringen: Als Außenstehender kann man Starcraft leichter verstehen. Aber um sich dafür begeistern zu können muss man sowohl Starcraft als auch Warcraft gespielt haben.
Dat macht so keinen Sinn!?!

Als Außenstehender muss man doch nicht Starcraft UND Warcraft gespielt haben, um sich für eines von beiden begeistern zu können und fürs andere net! Das ist doch gerade DAS Argument schlechthin, dass Außenstehende - die ja eigentlich deswegen Außenstehende sind, weil sie wahrscheinlich keines von beiden so richtig gespielt haben - mit Starcraft einfach leichter zu begeistern sind (Argumente siehe Artikel ;) )

Zudem muss ich sagen; bevor es WC3 gab, hab ich mich auch für SC/BW begeistert und hatte kein Plan von irgendnem WC (dat Klo bei mir zu Hause mal ausgenommen *brüller* ;) ). Und die Begeisterung für SC/BW hat WC3 nun auch nicht gerade angefacht oder irgendwie beeinflusst... also versteh ich net, warum man beide spielen müsste um sich für SC/BW zu begeistern...

Zum Artikel kann ich nur sagen; schön kurz, prägnant und wahrheitsgemäß... schade dass sich meine beiden Freundinnen net für SC begeistern... wenn sie es mal sehen heißt es bei jeder: "Ihhh, was ist denn das?" oder "Ihh, so viel Blut!" (Zerg *lol*)

Na ja, aber ich denke trotzdem, dass SC2 wesentlich mehr Begeisterung setzen wird; gerade weil es bei WC3 so viel zu verstehen gibt (schon allein die doofen Inventar-Aktionen; da fragt man sich doch als nichteingeweihter, warum der Große Mann mit den zwei Schwertern plötzlich wieder volles Leben hat, obwohl er grad kurz vorm Verrecken ist oder warum er plötzlich unangreifbar oder am wegbeamen ist... tse...)

mfg

MC

Verfasst: 15.04.2008, 22:33
von A-Knopf
Dat macht so keinen Sinn!?!

Als Außenstehender muss man doch nicht Starcraft UND Warcraft gespielt haben, um sich für eines von beiden begeistern zu können und fürs andere net!
Ok, das habe ich ungenau formuliert:
Um sich für Starcraft begeistern zu können muss man Starcraft gespielt haben und um sich für Warcraft begeistern zu können muss man Warcraft gespielt haben.


Also um es nochmal ganz plakativ hier zu schreiben: (+ = Eher für Außenstehend geeignet; - = Eher nicht für Außenstehende geeignet)

Starcraft:
+ Man sieht leichter wer gewinnt
- Man muss es gespielt haben um sich dafür begeistern zu können
- Weniger Aktion, schlechte Grafik

Warcraft:
- Man sieht nicht so gut wer gewinnt (wenn man sich nicht auskennt, sonst natürlich schon Razz)
- Man muss es gespielt haben um sich dafür begeistern zu können
+ Mehr Aktion, schönere Grafik

Da ich aber das + Argument von Warcraft stärker finde als das + Argument von Starcraft, denke ich, dass Warcraft eigentlich besser für Außenstehende geeignet ist.

So, ich hoffe jetzt ist es klar geworden, sorry für die doofe Formulierung oben. Da sieht man mal wieder wozu Tippfaulheit führt. :wink:

Verfasst: 16.04.2008, 09:35
von OnkelHotte
Salut!

Komisch, habe mit einem guten alten Freund (mit dem ich schon viele Schlachten geschlagen habe) neulich gerade das gleiche Thema diskutiert...

Zuerst möchte ich aus meinem Bekanntenkreis berichten, dass nur die wenigsten, die intensiv SC gespielt haben, später auch intensiv WC gespielten. Ungekehrt kenne ich nur eben diesen einen guten Freund, der vorher kein SC gespielte und dann später mit mir WC rockte.

Das zeigt für mich, dass wir hier - auf Seiten der Spieler - zumindest schon mal nicht über eine homogene Gruppe und deren persönliche Präferenzen reden, sondern mehrheitlich wohl über zwei unterschiedliche Gruppen von Spielern. Wichtig ist mir dabei zu betonen, dass meine Freunde mehrheitlich - trotz besserer Grafik und besserer Handbarkeit - WC aus den gleichen Gründen, wie sie der Ersteller des englisch sprachigen Artikels nannte, nicht ins Herz schlossen und deshalb weiter SC spielten.

Es sind alles alte "Generäle"(= Macro-Spieler), die damals noch per Netzwerk und später per Internet am Freitag als Vorabendbeschäftigung bei einem Glas Whisky und einer Zigarrette die Säbel rasslen ließen ... das teils grell bunte von WC passte da schon mal nicht in die Abendstimmung ... doch was sich viel drastischer auswirkte, ist, dass man nun bei WC durch die Helden eine Art Kerneinheit hatte, um die sich alles drehte. Seltsamerweise führte gerade auch dies mit dazu, dass das Spiel von außen auch für Zuschauer undurchsichtiger wurde,

DENN DIE FRONT IST; WO DER HELD IST.

Darum ist bei WC im Gegensatz zu SC immer alles in Bewegung - Bei SC hatte man eigentlich immer eine oder mehrere - fixe - Fronten, die sich nur langsam bewegten. Zuschauern fällt es deshalb oft schwer nachzuvolliehen, was der WC-Spieler ALS NÄCHSTES gerade machen wird. Dadurch wird auch das Zusehen zunehmend anstrengender (ganz abgesehen vom vielen Blinken und Blitzen).

Doch bei WC darf der Held einfach nicht kippen! Man verliert den XP-Boni und eventuell die Einheit, die ALLEIN(!) ganze Schlachten entscheiden kann. Nur sie kann die gesamte Armee aus gefährlichen Situationen heraus teleportieren oder den (kleinen) Weltuntergangs-Button auf L 6 betätigen, der ganze Städte in Schutt und Asche legt. Soetwas vergleichbares gab es in SC nicht.

Das Dilemma besteht nun für mich gerade darin, dass diese Helden gerade auch den Charme vom WC ausmachen! Nach über 5000 WC-Spielen im B-Net ist es immernoch prickelnd mit einem L 6+ Blademaster ganze Armeen alleine auszulöschen!!! Den gemeinen Zuschauer (= meine Frau) verwundert dies natürlich... wenn man dann vorher noch im Shop einkaufen war, blickt alles noch wie zur Weihnachtszeit und meine Frau verabschiedet sich regelmäßig mit der gleichen Hähme: "Ja mein Lord" - "Ich geh dann mal" (= Zwei immer zu hörende Aussprüche der Human-Worker :roll: ).

SC dagegen hat dieses Feature nicht. Man muss nicht sein Auge immer auf den Helden werfen. Das ist ein interessanter Punkt! Der Fluss der Einheiten. Bei SC hatte ich oft mit dem Macro in der Base zu tun. Mein Auge war in der Base - nicht an der Front, denn selbst wenn ein, zwei Units doch mal verloren gehen, war das nicht so schlimm. Hingegen bei WC habe ich die Fabriken nie im Auge, sondern immer den Helden. Gedrückt werden immer nur die Tasten...

Doch eines will ich noch anmerken: Der Freund aus dem Artikel sah offenbar gute Spiele! Das merkt man daran, dass sich wohl der Spieler, der sich zurückzog, dies (als guter Spieler) nach erfolgreichem Micro bereits dann tut, wenn seine Arbei "gelb-rot", sprich angekratzt ist ohne dabei wirklich etwas verloren zu haben. Der vermeintliche Verlierer der Schlacht ist hierbei unter dem Strich schon jetzt deren Gewinner, da er nach kurzer Heilung zurückkehrt und das Spiel beendet. Hinzu tritt natürlich noch der Heldenaspekt...

Will sagen: Bei schlechten Micro erkennt der gemeine Zuschauer auch bei WC sofort als Laie, wer gewinnt! :wink:


Gruß

Euer Onkula. :P

Verfasst: 16.04.2008, 12:32
von GarfieldKlon
Wow.
Onkel Hotte hat echt einen genialen Beitrag dazu geschrieben.

Nun zu allererst denke ich das dies aufjedenfall eine Endlose Story wird und man nie zu einem Ergebnis kommen wird (deswegen habe ich hier auch den Anstoss dazu gegeben :twisted: ) . Den jeder Mensch sieht die Sache anders und hat andere Vorlieben.

Aber nun zu meinen eigenen Erfahrungen.
Starcraft zuzuschauen fällt einem einfach sehr sehr viel leichter. Es gibt z.B. einfach 2 Armeen die aufeinander treffen und kann gleich abschätzen wie wohl der Ausgang dazu sein wird bzw. kann sehen welcher Spieler im Vorteil ist da man gleich sehen kann wieviele Truppen ungefähr die Spieler haben.

Es hat wirklich grosse Vorteile wenn der Fokus nicht die ganze Zeit auf dem Held liegt, den so gewinnen viele andere Faktoren an Wert, wie z.B. das Wirtschaftsmanagement, die Truppenbewugngen, gesplittete Armeen, Erkundungen der Karte (scouten) und bestimmt einiges mehr.
Man bekommt viel mehr mit von den Strageischen und taktischen Entscheidungen die von Kommentartoren immer wieder gerne kommentiert und erläutern werden.

Und es gibt in Starcraft keine Items die irgendwas seltsames bewirken oder effekte Auslösen von denen man als Zuschauer nichts wusste. Ich fand es immer sehr anstrengend WC3 spiele zuschauen, da es auf mich wie ein hin und her wirkte. Ein Schlag abgeben und wieder wegrennen, dann wieder zu schlagen und wieder wegrennen usw usw. Auch wurde oft von den Kommentaren Items erwähnt die ein Held nun trägt mit denen er angeblich so einen grossen Vorteil haben soll.
Bis so ein Spiel an Fahrt aufnimmt gibts ja auch immer noch das Creep jagen , wobei ich das auch ziemlich öde fand, aber irgendwie muss ja der Held an Erfahrung gewinnen.

In Starcraft zieht man sich wirklich nur zurück wenn man weiss das man unterlegen ist und das man nicht mehr grösseren Schaden machen kann. Selbst bei "kleinen" Angriffen sieht man noch ordentlich Action den paar Einheiten gehen immer drauf 8)

Verfasst: 16.04.2008, 13:39
von A-Knopf
Es hat wirklich grosse Vorteile wenn der Fokus nicht die ganze Zeit auf dem Held liegt, den so gewinnen viele andere Faktoren an Wert, wie z.B. das Wirtschaftsmanagement, die Truppenbewugngen, gesplittete Armeen, Erkundungen der Karte (scouten) und bestimmt einiges mehr.
Zum Glück kenne ich Starcraft mittlerweile auch gut genug um behaupten zu können dass ich es einigermaßen vergleichen kann.

Also hier deine genannten Punkte:
Wirtschaftsmanagement:
  • Das gibt es in Warcraft 3 nur sehr wenig. Wer geht wo und wann exen? Das ist die entscheidende Frage im UD vs HUM. Wer spart länger auf 50 Supply um den Kosten zu entgehen? Baut der andere vielleicht eher Einheiten und versucht seinen Gegner durch den Supplvorteil auszukontern? Welche Rolle spielen die Exen dabei? Das sind alles taktische Überlegungen, die angestellt werden, leider kommentieren das viele Caster in WC3 einfach nicht. Das ist übrigens auch einer der Gründe warum ich seit fast einem Jahr kein WC3 sondern nurnoch SC spiele. In Warcraft wird von der Szene die ganze taktik etc kleiner gemacht als sie ist, das wird alles als selbstverständlich angenommen, wärend in SC die Taktik immer noch hochgehalten wird, auch wenn da alles standartisiert ist.
Truppenbewegung:
  • Auch das ist in Warcraft extrem wichtig. Gerade auf Maps wie Terenas Stand oder Secrete Valley ist die Creeproute ausschlaggebend für das early- und midgame. Ein Creepjack an der richtigen Stelle kann ein Spiel schon vorentscheiden.
Gesplittete Armeen:
  • Das findet man wirklich selten in Warcraft. Höchstens mal in der Form dass der 3er Blademaster versucht beim Gegner Creeps zu klauen wärend man selbst mit dem TC und der Armee creepen geht.
Scouten:
  • Scouten ist in Warcraft 3 extrem leicht. Man kann meistens mit einem Scout an der richtigen Stelle die gesamte Taktik des Gegner ablesen, z.B. im Ne vs ORC, wenn man als Ork guckt ob AoLs oder AoWis gebaut werden. Scouten wird höchstens mal bei einem sehr langem UD vs HUM wichtig
Also teilweise hast du recht, teilweise aber auch nicht, wobei das auch an der allgemeinen Wahrnehmung des Spiels liegt.


So, was ich aber fast vergessen hätte aber noch unbedingt erwähnen wollte:
Du sagst, es gibt zu viele komplizierte Faktoren, durch die man den Spielverlauf nur schwer einschätzen kann? Das mag stimmen wenn man sich nicht so gut auskennt, aber wenn etwas "tiefer in der Materie" ist, kann man natürlich schon alle Faktoren kalkulieren und sieht auch wer gerade vorne ist.
Ist es nicht eigentlich so, dass wein ein Spiel komplizierter ist, es umso mehr Vielfalt bieten kann?
Ein einfaches Beispiel: Tic Tac Toe ist leicht zu verstehen, aber schnell langweilig. Mühle ist mittel leicht zu verstehen und wird mittel schnell langweilig. Schach ist schwer zu verstehen und wird am spätestens langweilig (wenn überhaupt)
Je mehr "Oberfläche" ein Spiel bietet, desto mehr Potential wird den Progamern (und auch den normalen Zockern) geboten neue Strategien zu entwickeln, bestes Beispiel sind Moons Mass Talons oder die Tower der Humans gegen UD.

Natürlich bietet Starcraft auch diese Möglichkeiten, das ist klar. Aber es hat doch deutlich weniger Faktoren, wodurch es für einen absoluten Laien wahrscheinlich leichter verständlich wird.

Aber sind denn die absoluten Laien die Zielgruppe von eSports-Veranstaltungen? Das sind doch wohl hauptsächlich die Leute, die das Spiel eh schon zocken, oder?

Verfasst: 16.04.2008, 18:04
von RuLeZ
Ich würde sagen es gibt eine bestimmte Grenze, die den gewissen Grad an "Oberfläche/Vielfalt" im Spiel zu lässt, wodurch der Laie und der vorraussichtliche Progamer angesprochen bzw. Unterstützt wird.

Wenn diese überschritten wird, ist das Spiel evtl. zu anspruchsvoll und ein Spieler, der eine Herrausforderung sucht wird sich das Spiel genauer an kucken, aber dem Laien fehlt die Unterhaltung, weil dieser schwierigkeiten hat, den Spielverlauf zu verstehen und nach zu voll ziehen.
Die ProGamer gibt es dann evtl. , die das sehr anspruchsvolle Spiel angetestet haben und die Herrausforderung lieben, aber die Zuschauer fehlen, wodurch folglich die Publizitäts-Unterstützung für das Spiel fehlt.

Wird diese Grenze unterschritten, dann lassen die Spieler, die nach Herrausforderungen suchen, die Finger vom Spiel, der Laie aber, versteht das Spiel besser, wodurch er des öfteren Spiele von anderen beobachtet oder sogar selber spielen wird.
Die Unterhaltung stimmt evtl. und lockt viele Laien an, weßhalb der Publizitäts-Support sehr hoch ist, aber der eSports-Effekt kommt nicht zur geltung, weil es eben keine Herrausforderung bzw. Vielfalt gibt.
Es dient also wie schon eben erwähnt nur für Unterhaltungszwecken.

Daher hat Blizzard sogar ein wenig glück gehabt, dann Starcraft hat genau die Grenze an "Oberfläche/Vielfalt" getroffen, bei dem sowohl Laien, also potentiele Zuschauer und gleichzeitiger Support für die Publizität, als auch vorraussichtliche Progamer, also die eSport-Supporter, vom Spiel positiv angesprochen werden.
Wobei der Zuschauer gleichzeitig einen kräftigen Support an den eSports-Bereich heran schafft, weil dieser sich als Beobachter in die eSports-Scene herein verschaffen kann und diese sogar nach voll ziehen kann.

Das bedeutet eine große Progamer-Community unterstützt nur wenig das Game, wenn es keine Zuschauer und daraus folgendenen Publizitäts-Support gibt.
Wohin gegen ein Spiel mit kleiner Vielfalt, viele Laien an lockt, aber der eSports-Bereich gänzlich vernachlässigt wird.

Bei WC3 wurde z.B. die Grenze an "Vielfalt/Obefläche" überschritten, weßhalb die Progamer-Community sehr groß ist, aber es an einigen Stellen an der Publizität fehlt.
Das gleiche passiert bei Schach, nur ist es dort viel extremer.
Oder habt ihr schon mal ein Schach-Spiel Live im Fernsehen gesehen bzw. gab es schon mal vergleichbar große Veranstaltungen wie z.B. für WC3 oder Starcraft?

Verfasst: 16.04.2008, 20:11
von A-Knopf
Deine Argumentation leuchtet irgendwie ein, und erklärt ganz gut wieso Starcraft immernoch ein beliebtes Spiel ist. Allerdings ist es ja auch nicht so, dass Warcraft ein gescheiteter eSports-Titel ist, in Korea konnte er sich einfach nicht durchsetzen weil dort Starcraft einfach dominiert, aber in Europa ist es ja genau umgekehrt. Ich denke da spielt die Macht der Gewohnheit sicher auch eine Rolle, etwas das man so gut kennt gibt man halt nicht einfach so her.
Da muss schon ein Starcraft 2 kommen um Starcraft abzulösen. ;)
Oder habt ihr schon mal ein Schach-Spiel Live im Fernsehen gesehen bzw. gab es schon mal vergleichbar große Veranstaltungen wie z.B. für WC3 oder Starcraft?
Jap, ich hab schonmal ein Schachspiel live im Fernsehen gesehen.
Aber ich denke der Vergleich greift nicht wirklich. Schach wurde nie konzipiert um Zuschauerwirksam zu sein. Es wurde konzipiert genau 2 Leuten Spaß zu machen, nämlich den beiden Leuten die es gerade spielen. ;)
An so etwas wie Zuschauerfreundlichkeit hat man damals wohl noch nicht gedacht.

Verfasst: 17.04.2008, 14:44
von MasterCaster
GarfieldKlon hat geschrieben:Den jeder Mensch sieht die Sache anders und hat andere Vorlieben.
Das bringts wohl aufn Punkt, denn was dem einen (bei WC3) ein

+ Mehr Action, Schönere Grafik

ist dem anderen

- zu viel grelles Gewusel und unüberschaubare Spielzüge


Die Frage ist nur; wie viele Menschen sind gemeinsam anders? ;)

Damit mein ich; hier gehts darum, was den Casual-Gamer wohl für SC/BW (und irgendwie auch als Zukunftsblick auf SC2) attraktiver macht, als WC3. Und da denke ich haben bisher die meisten Posts eine klare Meinung formuliert:

Dem Casual-Gamer geht es um leicht überschaubaren, leicht begreifbaren und leicht nachzuahmenden Spielspaß! (Da er nun mal nicht so derartig viel Zeit in so ein Game investieren will, wie die "Pro"'s *WortExtraAbfälligBeton*)

Da ist es nun mal nicht zu verleugnen, dass SC1/BW leichter nachvollziehbar ist, allein schon wegen der damals begrenzten Grafikmöglichkeiten. Man sieht die 2 Armeen, man sieht eine Menge Units, die sich an der Frontlinie aufreiben und man hat Spaß, wenn mans mit ein bissel Übung selber hinkriegt.

Bei WC3 hingegen ist es ein ständiger "Kleinkrieg" *hihihi*. Da kommt plötzlich ne einzelne Einheit mit ner Aura in deine Base und schnetzelt deine Arbeiter nieder... also musst du auch son Teil bauen... hast du es endlich wird die Einheit aber unverhältnismäßig schnell ausgelöscht, da du als Außenstehender natürlich noch nie was von "creeps" gehört hast... usw.
Bis ein Außenstehender gelernt hat, mit nem Helden umzugehen, seine Vorzüge zu nutzen und die entsprechenden Maps mit ihren Vor- und Nachteilen kennen zu lernen hat, ist einem Casual-Gamer schon längst die Lust vergangen.

Und das schlägt sich eben auch in der Wahrnehmung beim einfachen Zugucken nieder, denn wenn ich net weiß, warum jmd. gerade das macht, was er macht und net die taktische Rafinesse dahinter erkenne, isses für mich nur... öde...

mfg

MC