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Exekutor[NHF]
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Beitrag von Exekutor[NHF] »

Im Zuge eines Anfalls von Diskussionsfreudigkeit kam ich auf den Gedanken mal ein wenig diskussionsfreundliche Themen mit meinen Mitwartenden in diesem Forum auszutauschen. Grund dafür ist primär ein Thema, welches meine Freundin in ihrem Studiengang behandelt hatte (sie studiert Psychologie).

Es geht dabei um eine alternative Schulform in der Kinder keine Vorgaben ob des zu erarbeitenden Unterrichtsstoffe bekommen und sie machen können was sie wollen. Wenn sie nach einer gewissen Zeit keine Lust mehr verspüren das zu tun, was sie immer tun, dann widmenen sie sich in Arbeitsgruppen einem Thema und erarbeiten dies selbstständig (Themenwahl wie gesagt uneingeschränkt). Dies soll die Lernleistung erhöhen, da die Erarbeitung des Themas auf freiwilliger Basis geschieht und somit jeder Teilnehmer ein Interesse am Lernerfolg haben sollte.

Dies scheint mir ein wunderbares Thema um kontrovers darüber zu diskutieren - auch wenn es möglich ist dass alle die selbe Meinung hierzu haben ^^" - und deshalb würde ich gerne eine Diskussion darüber lostreten (wie gesagt einfach nur aufgrund der Lust am Diskutieren). Wenn noch Fragen offen sind oder das Thema nicht ganz klar, so kann ich diese Fragen weiterleiten um mir Zusatzinformationen zu holen. Ich denke bis das Thema zur Erschöpfung diskutiert wurde findet sich schon das nächste, über das man diskutieren kann. Also dann: Fröhliches Meinungsaustauschen.

PS: Aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit werde ich meine Meinung zum Thema noch nicht direkt niederschrieben sondern dies auf den Verlauf des morgigen Tages verschieben.
Martin: What is the advantage of being able to touch one's noes with the tongue?
Marie: I'm one step ahead of you in the evolution!
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DavionX
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Beitrag von DavionX »

haha, davon hab ich noch nie gehört xD
ich denke das ist nur ein versuch, der wahrscheinlich nicht funktioniert.
ich hab es nie erlebt, aber ich kenne keine schüler bei denen das klappen könnte. ich ging auf einen hauptschule, da lies man sich immer etwas einfallen. und wenn man heutzutage PCs zu verfügung hat, ist sowieso kurzweile angesagt.
was macht der lehrer in der zeit? liest Maxim oder was?
er sorgt ja nicht für ruhe. und selbst wenn es den schülern langweilig wird was sie tun, dann tun sie es trotzdem oder tun einfach was anderes.
schüler wie zB ich sind es gewöhnt solche öden momente runterzuschlucken...
Pogoist
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Beitrag von Pogoist »

ich hab davon schon einmal gehört, ich finde das thema auch recht spannend.

in der theorie ist das ein sehr gute schulform, sie erlaubt es den schülern eigenständiges erarbeiten von themen die sie interessieren, wovon leistungsstarke schüler genauso wie leistungsschwache schüler profitieren, da leistungsstarke schüler nicht auf die leistungsschwächeren im stoff warten müssen, sie können an ihrem eigenen Wissen und ihrem eigenen Leistungsstand ansetzten und diesen weiter erhöhen. Leistungsschwächere Schüler erkennen oft übergeordnete Strukturen eher durch eigene Erfahrungen und können sich Wissen besser durch praktisches Lernen aneignen. Außerdem werden sie die ganze Zeit gefördert, trauen sich eher in kleineren Arbeitsgruppen was zu sagen und warten nicht auf die Leistungsstarken schüler, bis diese die Frage im Frontalunterricht der Klasse beantworten.

Soweit in meinen Augen die Theorie. In der Praxis werden sich Schüler jedoch eher mit Themen beschäftigen, die sie beherrschen und Themen die sie nicht gut können und meist dadurch auch nicht leiden können außen vor lassen.
So werden Schwächen in der Bildung, im Leistungsstand und im Wissen nicht gefüllt sondern vergrößern sich nur noch bis sie unüberwindbar werden.
Wenn man mal in einen offenen Unterricht schaut, der nicht Fachbeschränkt ist wird man feststellen, dass sich die Schüler fast ausschließlich mit ihren Lieblingsfächern beschäftigen werden.

Wenn ich an meine eigene Schulzeit denke, ich hätte mich niemals mit Sprachen, mit Englisch oder Deutsch beschäftigt, was mir enorme Nachteile gebracht hätte.

Ich finde diese Schulform hat viele Vorteile wie das gleichzeitige Fördern aller Schüler in einer Klasse, kleinere Arbeitsgruppen als Frontalunterricht, offene Lernumgebungen, jedoch ist diese totale Freiheit nicht richtig produktiv.
Meiner Meinung sollte man schon die Themen bzw. den Stoff etwas einschränken, dass sich alle Schüler zwar in kleineren Gruppen oder alleine Wissen aneignen können, jedoch sich auch mit ungeliebten Themen beschäftigen.
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Sestror
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Beitrag von Sestror »

Ich fände es gut, vorallem für mich (Ich bin ein Schüler.). Ich bi naber ein sonderbarer Schüler: Ich lese sehr gerne, ich weis sehr vieles und ich bin meinen Mitschülern in den Themen Geschichte, Politik, Erdkunde, Naturwissenschaften und Informatik überlegen, aber in Englisch gerade noch so gut, um nicht aus den E - Kurs zu gehen müssen. Wahrscheinlich würde es bei dieser Unterrichtsart, wie Exekutor es beschrieben hat, schon längst ersten und zweiten Weltkrieg durch haben und schon in der menschlichen Zukunft sein. Aber bei meinen Mitschülern würde es nur folgende Unterrichtsthemen geben: Sport, Russisch, Dr**en, S**, ............ okay, das war meine spekulierung, wie ein Großteil meiner Klassenkameraden machen würden. Ein paar würden was anderes: Einer "Wie faulenzt man am besten im regulären unterricht" und bei ein paar anderen weis ich es nicht, da ich nicht weis, was sie mögen. Bei den Mädchen weis ich es nicht.

Ich finde die Unterrichtsart kann gut sein, aber nur bei bestimmten Schülern, da die anderen nur Unsinn machen würden.
Schönheit ist Ansichtssache;
Das heist aber nicht, das alle Hässlich sind.
- Sestror, Lebensmotto seit 2003.

Schau in den Spiegel, und du weist was du bist:
Ein Terraner, ein Mensch.
- Sestror, November/Dezember 2008.
A-Knopf
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Beitrag von A-Knopf »

Also den Vergleich zu heutigen Schülern finde ich garnicht mal so treffend, weil sie durch ihre bisherige Schullaufbahn vogeprägt sind. Ein Schüler, der die Schule immer als langweilig empfunden hat, wird sich in diesem Schulsystem nicht großartig mit Themen beschäftigen.

Wo es aber funktionieren könnte wäre, wenn die Schüler von der ersten Klasse an in dieses Schulsystem "reinwachsen" würden. Dann würden sie nämlich von Anfang an erfahren (und damit meine ich ein erlebendes Erfahren), dass Lernen auch Spaß machen kann.
Mir ging es auch so, dass ich die Zeit in der Schule mehr oder weniger totgeschlagen habe und jetzt wärend dem Studium, wo ich mich natürlich mit Dingen beschäftige, die mich interessieren, habe ich viel Spaß am Lernen.

Ich denke wenn man solche Erfahrungen schon früher macht, entwickelt man auch ein breiteres Interesse für Themen und Fachgebiete.
Inselbegabungen usw wird es natürlich trotzdem immer geben, aber die werden dadurch ja nur besser gefördert.

Großes Problem des Systems: Man kann Lernforschritte nicht vergleichen, besonders international. Wenn dich ein englischer Personalchef fragt was für einen Abschluss du hast, kannst du höchstens sagen "Ich habe mich 5 Jahre damit beschäftigt" :P
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