chrisolo hat geschrieben:A-Knopf hat geschrieben:Das würde mir Abwechslung in die Spiele bringen, und das Argument, dass das das Spiel weniger eSports-tauglich macht, finde ich nicht so überzeugend. Muss man seine Strategie nicht sowieso jeder Map neu anpassen? Dann könnte man doch auch einfach das höhere/niedrigere Supply mit einbeziehen. Das wäre dann nur ein weiterer Aspekt der Karte.
Doch natürlich würde das eine Mehrbelastung sein.
Gehen wir einfach mal von der Standardsituation bei Zerg aus.
Da spielt man, wenn man Standard spielt 12Hatch 11Pool und dann so weiter und so fort.
Wenn man jetzt eine Grenze bei 250 hätte: Könnte sich das z.B. so auswirken: 14Hatch 13Pool oder noch was anderes.
Und die Standardstrategien kann man eben sogut wie auf jeder Karte spielen. Wenn man jetzt von 200-400 geht, dann hat man gute 200 Standardtaktiken, die sich wahrscheinlich stark überschneiden (wenn man nicht in einem Bereich dies abdeckt).
Und dass das kein Mehraufwand ist, willst du mir doch wohl nicht sagen?
Sorry, aber das wäre auch einfach zu verwirrend für Newbies und zu anstrengend für Pro's.
Klar könnte man so einen Modus einbauen, aber auf keinen Fall im Nahkampf.
MfG
Es ist ein Mehraufwand, natürlich! Das ist doch genau das was damit bezweckt werden soll: Mehr "Aufwand", also mehr Strategien. Bei einem Strategiespiel geht es ja um Strategien, und ich glaube kaum dass es für die Pros zu anstrengend ist, ihre Strategien an verschiedene Supplyobergrenzen anzupassen. Der strategische Teil ist gerade bei den Pros eh relativ klein, da alle Strategien zum "Grundwissen" eines Progamers ist und es eher um die Umsetzung geht.
Dass sich eine Verschiebung einer Supplygrenze auf die AnfangsBO auswirkt glaube ich übrigens nicht. Denn selbst in SC1 werden die 200 Supply nur selten erreicht, und die Gefahr eines Zealotrushs besteht ja genauso bei 250 wie bei 50 Supply. Also wenn ich gerusht werde bringt es mir herzlich wenig, dass ich nen 13 Pool gebaut haben. Es geht ja nicht darum möglichst schnell die Obergrenze des Supllys zu füllen, sondern es geht darum den Gegner zu besiegen.
Die Obergrenze kommt sowieso erst bei sehr makrolastigen Spielen zum Tragen.
Aus diesem Grund denke ich auch nicht, dass es für die Newbies zu verwirrend ist. Denn dieser Aspekt des Spiels würde eher im späteren Spielverlauf Auswirkungen haben.
Übrigens würde ich nicht 200 Supply als Standart-Suplly nehmen, sondern bei kleinen Karten auch durchaus auf weniger Supply gehen, auf 150-180 (die Grenze müsste das Entwicklerteam durch Ausprobieren herausfinden)
Das würde zum Beispiel die Strategien der Spieler wie folgt beeinflussen:
Nehmen wir ein TvP auf Loki. Der P kann sich relativ einfach 3 Gas sichern und dann auf Träger techen. Das Spiel ist relativ defensiv und langweilig zuzusehen.
Wenn die Supplygrenze jetzt aber bei 150 liegt, lohnt es garnicht auf Träger zu techen, weil man garnicht genug bekommen kann. Man braucht ja auch noch eine Bodenarmee um das zu unterstützen und viele Sonden.
Andererseits lohnt es sich auch mehr für den Terra selbst anzugreifen, statt nur in der Basis rumzustehen, weil er seine maxed Armee schneller wieder herstellen kann.
Nun mag das Wegfallen einer Strategie (Träger) vielleicht nicht als Vorteil erscheinen, aber man kann ja auch gerade durch diesen Gedankengang (dass es sich nicht lohnt auf Träger zu techen) quasi einen Proxytech machen und seinen Gegner überraschen.
Dieser hat dann vielleicht auch garnicht mehr Supply übrig um mit Goliaths zu reagieren. Dieser Aspekt würde dann das Scouten noch wichtiger machen.
Das war jetzt ein Beispiel für kleine Karten, bei großen Karten würden sich durch mehr Supply ganz andere Strategien entwickeln. Die Aspekte der Karten (kleine Karte = viel Aktion; große Karte = Makro) noch unterstützen und für mehr Abwechslung sorgen.
Als Zuschauer könnte man sich dann auf kleinen Karten auf intensive Mikroschlachten und auf großen Karten auf beeindruckende Massenschlachten freuen.
Aber wie gesagt, ich denke auch nicht, dass man dadurch auf eine bestimmte Schiene gezwungen wird, denn der Spieler soll ja seine Strategie relativ frei wählen können. Ein Rush ist so oder so möglich. Und wie ich ja auch schon im ersten Beitrag geschrieben habe, sollte man die Grenze nicht zu extrem verschieben, damit noch eine Strategievielfalt bestehen bleibt (und sogar erweitert wird)